Vorsorge

Vorsorge 2018-02-28T21:40:13+00:00

Vorsorge für den jungen Hund

Die HD-Untersuchung für Hunde

Die Hüftgelenksdysplasie (HD) ist eine angeborene Fehlbildung im Hüftgelenk, bei der die Pfanne des Beckens und der Oberschenkelkopf nicht optimal zusammen passen. Dadurch kommt es bei Hunden zu Instabilität und Lahmheit. Je nach Schweregrad, entwickeln sich die Beschwerden entweder in den Jugendjahren oder erst im Erwachsenenalter.

Die HD-Untersuchung ist eine Röntgenuntersuchung, bei der die Hunde in Narkose sein müssen, weil das Röntgen schmerzhaft sein kann – aber vor allem, weil nur eine vollständige Muskelentspannung des Tieres ein beurteilbares Röntgenbild liefert.

Welche Hunde sollten untersucht werden?

Die Untersuchung bei Zuchttieren vieler Rassen ist mittlerweile Pflicht. Aber auch bei allen anderen Zuchthunden ist die Untersuchung empfehlenswert, da es sich um eine erbliche Erkrankung handelt. Zu empfehlen ist die Untersuchung bei Hunden, deren Eltern vorbelastet sind, sowie bei Arbeits- und Sporthunden, weil deren Gelenke sehr beansprucht werden.

Zeitpunkt der HD-Untersuchung

Für das HD-Röntgen müssen die Hunde ausgewachsen sein. Die Untersuchung wird bei Hunden ab einem Alter von 12 Monaten durchgeführt – bei Riesenrassen sogar erst ab dem 18. Lebensmonat. Sollten bei Ihrem Hund allerdings schon im Jugendalter typische Beschwerden auftreten, ziehen wir die Untersuchung vor.

Ablauf eines HD-Röntgens

Bitte vereinbaren Sie einen Termin für die Untersuchung und achten Sie darauf, dass Ihr Hund 6-8 Stunden vor dem Röntgen nüchtern ist, d.h. er darf voher nichts essen, trinken schon. Nach einer klinischen Untersuchung bekommt der Hund eine Kurznarkose und das HD-Röntgen wird angefertigt. Das Ergebnis besprechen wir anschließend mit Ihnen und entscheiden individuell, ob eine Therapie notwendig ist.

Patellaluxation bei Hunden –
schmerzhafte Fehlstellung des Knies

Die Patellaluxation nach medial (innen) ist eine angeborene Fehlentwicklung im Kniegelenk. Gerade bei kleinen Hunderassen ist sie häufig. Bei dieser Fehlstellung springt die Kniescheibe aus der Führung zwischen den zwei Rollkämmen des Oberschenkels – der Hund kann das Kniegelenk nicht mehr abwinkeln. Genauso plötzlich kann die Kniescheibe wieder „hineinrutschen“ und der Hund läuft wieder auf allen vier Pfoten.

Wann soll man mit dem Hund zum Arzt?

Wenn Ihr Hund beim Laufen ein Hinterbein ein paar Schritte lang nicht belastet und erst dann wieder normal weiter läuft, kann dies ein Anzeichen für Patellaluxation sein. Sollten Sie dieses Verhalten bei Ihrem Hund beobachten, suchen Sie uns bitte so bald wie möglich auf!

Folgen einer Patellaluxation

Aufgrund der Schmerzen führt Ihr Hund ständig unphysiologische Bewegungen aus. Diese führen zu Arthrosen (Abnützungserscheinungen) im Gelenk und später zu Lahmheit. Daher ist es ratsam, Ihren Hund schon beim ersten Auftreten der Symptome untersuchen zu lassen. So können wir den Schweregrad der Patellaluxation feststellen und entscheiden, ob eine Operation ratsam ist. Im Rahmen der Zucht verlangen schon viele Zuchtvereine eine Untersuchung der Kniegelenke.

Hunde im Alter

Ab dem 9. Lebensjahr zählen Hunde zu den Senioren; Riesenrassen schon ab 7 Jahren. Mit dem Alter werden die Hunde meist ruhiger, der Grundumsatz sinkt. Sie sollten Ihren Hund ab diesem Zeitpunkt mit Seniorfutter versorgen und die Menge des Futters entsprechend anpassen. Denn Übergewicht kann bei Ihrem Hund zu orthopädischen Problemen führen bzw. schon vorhandene gesundheitliche Probleme verstärken.

Katzen im Alter

Katzen zählen ab einem Alter von 7-9 Jahren zu den Senioren. Bei Katzen gibt es eine Reihe typischer „Alterserkrankungen“, z.B. Niereninsuffizienz oder Schilddrüsenüberfunktion. Diese Beschwerden werden oftmals erst entdeckt, wenn es der Katze klinisch so schlecht geht, dass eine Therapie sehr schwierig wird. Deshalb kommen Sie bitte regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung, damit wir Erkrankungen schon im Frühstadium erkennen und therapieren können.

Ablauf der Vorsorgeuntersuchung im Alter

Falls Ihr Haustier schon zu den Senioren gehört, ist eine regelmäßige Vorsorge wichtig. Optimal ist es, wenn Sie alle 1-2 Jahre zu einer Untersuchung kommen. Damit ermöglichen Sie uns und Ihrem Tier eine Früherkennung von altersbedingten Beschwerden, etwa Herz-, Stoffwechsel- oder orthopädische Erkrankungen.

Nur eine frühzeitige Therapie führt zu einem optimalen Erfolg.

  • Klinische Untersuchung
  • Orthopädische Untersuchung (bei Bedarf mit Röntgen)
  • Blutabnahme, Harnuntersuchung (Blutdruckmessung bei der Katze)
  • Gewichtskontrolle: Über- und Untergewicht kann sowohl Ursache als auch Symptom für verschiedene Krankheiten sein.

Wenn alle Befunde vorhanden sind, besprechen wir diese ausführlich mit Ihnen und erstellen bei Bedarf eine optimale, individuelle Therapie.

Wichtig: Für diese Untersuchung muss Ihr Tier nüchtern sein. Das heißt, die letzte Futteraufnahme war am Vortag. Wasser ist erlaubt. Kommen Sie mit Ihrem Hund, bringen Sie bitte den Morgenharn vom selben Tag mit.

Mehr Infos finden Sie hier: www.oekv.at

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